Meine erste Lesung
Der 14. Juni war für mich ein ganz besonderer Tag, denn ich hatte meine erste Lesung. Ich wusste schon einige Wochen vorher, dass der Merquana Verlag auf der Mitteldeutschen Buchmesse in Pößneck einen Stand und ich eine Lesung haben würden. Jedoch hatte ich wegen dem Abitur nicht allzu viel Zeit mich vorzubereiten. Zwar habe ich einige Male laut lesen geübt, aber ich konnte mich einfach nicht entscheiden, welche Textstellen ich vorlesen soll. In der letzten Woche vorher habe ich also alles Mögliche durchprobiert, dabei die Zeit gestoppt und ein paar Tonbandaufnahmen gemacht, um zu hören, ob ich zu schnell lese. Trotz der vielen Versuche konnte ich mich erst am Abend vorher für die Textstellen entscheiden: Ich wollte die ersten Seiten des Buches und den Anfang des neunten Kapitels, in dem ich beschreibe wie es Anne auf der Black-Star ergeht und was für Probleme ihre Verkleidung mit sich bringt, vorlesen. In den Proben habe ich dafür knapp vierzig Minuten gebraucht. Das passte also perfekt in die Dreiviertelstunde, die ich haben würde. Viel Schlaf habe ich wegen meiner letzten Probe und wegen der Aufregung nicht bekommen. Um 4:30 Uhr klingelte auch schon mein Wecker. Anderthalb Stunden später sind, mein Papa, meine Oma, meine Schwester (wirklich super, dass ihr trotz der frühen Zeit mitgekommen seit!!!) und ich losgefahren und nach vier Stunden Fahrt waren wir pünktlich um kurz vor zehn da. Als erstes bin ich natürlich zum Stand vom Merquana Verlag gegangen. Dort durfte ich endlich meine Verlegerin Melanie Wiesenthal persönlich kennenlernen. Und noch eine Person habe ich zum ersten Mal getroffen: Sabine Kosubek, die Autorin von "Unter dem Delphinmond". Zusammen mit ihr habe ich mir die Messe angeguckt. Zuletzt sind wir auch in meinen Vorlesungsraum gegangen. Da noch niemand da war, konnten wir eine Runde Proben. Die erste Lesung sollte Frederike Frei halten. Deshalb ist sie zu uns gestoßen und ich hatte das große Glück von beiden Autorinnen, die im Gegensatz zu mir schon sehr viele Lesungen gemacht haben, einige wertvolle Tipps zu bekommen. Falls ihr das lest, noch einmal vielen Dank dafür! Um 13:45 Uhr war ich dann mit meiner Lesung dran. Ich war total nervös. Ich hatte mir einige Worte über mich, das Buch und auch für den Übergang zwischen den Kapiteln, sowie den Schluss zurechtgelegt und ein Dutzend Mal meinem Spiegelbild erzählt. Trotzdem habe ich die Hälfte davon vergessen zu sagen. Gut, dass man bei einer Lesung die wichtigsten Teile ablesen darf. Das wiederum hat ganz gut geklappt. Ich war nach einer guten halben Stunde fertig. Und laut meiner Familie habe ich auch nicht zu schnell gelesen. Das war meine größte Angst. Direkt danach hatte ich noch eine Autogrammstunde am Stand meines Verlags. Dabei durfte ich noch viele weitere nette Menschen kennenlernen. Insgesamt gesehen, war es noch nicht perfekt, aber dafür, dass es meine erste Lesung war, bin ich mehr als zufrieden. Nochmal vielen lieben Dank an alle, die da waren.
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